Stolpersteine in Kaiserslautern

Stolperstein-Initiative

Hedwig Herze

Geboren am 23. Januar 1931 in Kaiserslautern

Gestorben 1974 in Kaiserslautern

Hedwig, genannt Hedi, Herze war die älteste Tochter von Jakob Herze und Lydia, geb. Horn und wurde am 23.1.1931 – noch vor der offiziellen Heirat ihrer Eltern, in Kaiserslautern geboren. Obwohl die Mutter katholisch war, wurden sie und ihre Schwester offiziell als Jüdinnen geführt.

Zusammen mit ihren beiden jüngeren Schwestern, den Eltern und den Großeltern Herze wurde sie am 22. Oktober 1940 nach Gurs deportiert.

Wahrscheinlich am 26. Februar 1941 wurde sie mit 49 anderen Kindern von der OSE (Oeuvre de secours aux enfants) von Gurs in das Kinderheim Maison des Pupilles in Aspet (Haute Garonne) gebracht.

Am 28. Januar 1948 kehrte sie nach Kaiserslautern zurück, wo sie am 27. August 1949 Oskar L.F. Ebling heiratete, mit dem sie zwei Kinder hatte. Sie starb 1974 in Kaiserslautern.

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Gruppenbild mit Kindern im Kinderheim Aspet, Hedi Herze: vordere Reihe, 6. von rechts
Gruppenbild mit Kindern im Kinderheim Aspet, Hedi Herze: rechter Bildrand
HedwigHerzeYadVashem
Hedi Herze, Archivbild Yad Vashem

Verwendete Quellen:

A) Unterlagen im Stadtarchiv Kaiserslautern:
- Familien-Einwohner-Register Jakob Herze
- Personenstandsregister Lydia Herze, geb. Horn

B) Im Internet:
www.statistik-des-holocaust.de (Deportationslisten; Februar 2014)
www.gurs.free.fr (Gefangenenlisten; Februar 2014)
www.ushmm.org (Holocaust Survivors and Victims Database; Februar 2014)
www.collections.ushmm.org (Photoarchiv)
www.yadvashem.org (Datenblätter)
www.essweiler.de (Homepage der Gemeinde Eßweiler mit zahlreichen detaillierten Angaben zur Geschichte der jüdischen Gemeinde)

C) Bücher/Artikel:
- Paquet, Alfred: Ortsfamilienbuch „Die Familien der Gemeinde Eßweiler seit 1798“. Familien- und Personenbericht. Digitalfassung (freundlicherweise vom Autor in digitaler Fassung – Auszüge – zur Verfügung gestellt)
- Paul, Roland: Interview mit Erich Herze 1994, unveröffentlicht (freundlicherweise von R. Paul zur Verfügung gestellt)
- Paul, Roland: Die nach Gurs deportierten pfälzischen Juden. Eine Dokumentation. Kaiserslautern 2011, S. 70 (auf CD-Rom)

D) Gespräche /E-mail:
- Gespräch mit Frau Anita Jörg, geb. Herze, am 12.3.2014 in Kaiserslautern-Mölschbach
- E-Mail-Korrespondenz mit Herrn Dieter Hahn, Eßweiler (02-03 2014)
- E-Mail-Korrespondenz mit Herrn Adolf Paquet, Eßweiler (02-03 2014)

E) Bildnachweis:
- Hedwig und Hannelore Herze, Privatbesitz Frau Anita Jörg, geb. Herze (freundlicherweise zur Verfügung gestellt)
- Gruppenbild mit Kindern im Kinderheim Aspet (Hedwig Herze, vordere Reihe, 6. von rechts): http://digitalassets.ushmm.org/photoarchives/detail.aspx?id=27744 (15.3.2014)
- Gruppenbild mit spielenden Kindern im Kinderheim Aspet (Hedwig Herze: rechter Bildrand): http://digitalassets.ushmm.org/photoarchives/detail.aspx?id=1168920 (15.3.2014)
- Archiv-Bild Hedi Herze: http://collections1.yadvashem.org/arch_srika/500-1000/500-1000/926_21A.jpg (15.3.2014)

Zusammengestellt von
Dr. theol. Doris Lax
Geisenbergstr. 26
66892 Bruchmühlbach