Stolpersteine in Kaiserslautern

Stolperstein-Initiative

Adolf und Regina Stern

Adolf Stern wurde am 15.06.1862 in Simmern unter Dhaun (heute Simmertal, Kreis Bad Kreuznach) geboren. Seine Eltern waren der Kaufmann Isaak Stern und Elisabetha geb. Mayer.

Regina Strauss kam am 04.03.1862 in Göllheim als Tochter des Maklers Markus Strauss und seiner Frau Helene geb. Mandel zur Welt

Adolf und Regina heirateten am 15.08.1893 in Simmern.

Das Paar zog am 5.9.1893 nach Kaiserslautern und wohnte zunächst in der Matzenstraße 2. Am 19.6.1894 zogen sie in die Glockenstraße 59, wo sie ein Geschäft für Kolonialwaren eröffneten. Später kam eine Filiale in der Luitpoldstr. 24 (heute Rudolf-Breitscheid-Str.) hinzu.

Am 1.7.1905 erfolgte der Umzug in das eigene Haus Glockenstr. 65.

Aus diesem Eigentum musste das Ehepaar, das inzwischen im Ruhestand lebte, am 20.10.1939 in das Judenhaus in der Gaustr. 3 umziehen.

Beide wurden am 22.10.1940 in das Lager Gurs deportiert.

Dort verstarb Herr Stern sehr bald am 18.11.1940 (Grabstein Nr. 159). Seine Frau starb am 2.1.1942 (Grabstein Nr. 945). Das Paar hatte keine Kinder. Von beiden gibt es keine Fotografien mehr, auch nicht vom Haus, das von Bomben zerstört wurde.

Grabstein Adolf Stern
Quelle: Roland Paul, Die nach Gurs deportierten pfälzischen Juden, Kaiserslautern 2011, S. 74
Grabstein Regina Stern
Quelle: Roland Paul, Die nach Gurs deportierten pfälzischen Juden, Kaiserslautern 2011, S. 74

Recherche:

Bernadette Künzel-Geiler

Quellen:

  • Adressbücher der Stadt Kaiserslautern von 1909/10 und von 1938
  • www.alemannia-judaica.de/simmertal_synagoge.htm : Zugriff: 26.06.2014
  • www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de975614
  • www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de977337
  • Meldekarte Nr. 7928 der Stadt Kaiserslautern
  • Paul, Roland, Die nach Gurs deportierten pfälzischen Juden, Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde Kaiserslautern, digitalisierte Fassung 2011, S. 74